Häufig gestellte Fragen zum Grünen Punkt
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4. Warum gibt es regionale Unterschiede in der Erfassung der Wertstoffe?
Bei dem Aufbau der Wertstofferfassungssysteme muss sich das Duale System - gemäß der
Verpackungsverordnung - mit den entsorgungspflichtigen Kommunen abstimmen. Daher gibt es
bundesweit verschiedene Sammelsysteme.
5. Was geschieht mit den von den Verbrauchern gesammelten Wertstoffen?
Die Wertstoffsammelgefäße werden von den Entsorgungspartnern des Dualen Systems in
regelmäßigen Abständen entleert bzw. abgeholt und zu den Sortieranlagen gebracht:
6. Welche Mengen werden recycelt?
1999 haben die Bundesbürger 5.710.628 Tonnen gebrauchte Verkaufsverpackungen in die
Sammelgefäße mit dem Grünen Punkt geworfen. Das entspricht einer Sammelmenge pro
Bundesbürger von 77,7 Kilogramm.
7. Wie lassen sich Verpackungen aus Kunststoff recyceln?
Bei der stofflichen Verwertung von gebrauchten Kunststoffverkaufsverpackungen sind
werkstoffliche und rohstoffliche Verfahren möglich. Bei den werkstofflichen Verfahren
wird das Material zu Regranulat verarbeitet oder durch Pressen direkt zu einem Endprodukt
geformt. Die rohstoffliche Verwertung bewirkt eine Umwandlung des Kunststoffs in seine
Ausgangsprodukte Öle und Gase.
8. Wie teuer ist der Grüne Punkt für den Bürger?
Wer für 100 Mark einkauft, zahlt 63 Pfennige für das Recycling der Verpackungen. Das
gilt für den Inhalt eines durchschnittlichen Warenkorbes, dessen Verpackungen insgesamt
ein Kilogramm wiegen. Die Kosten für das Recycling sind seit 1994 konstant. Zum 1.1.1999
wurden sie pauschal um 9,5 Prozent gesenkt.
9. Wie beteiligt sich die Bevölkerung am Dualen System?
Nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Mai 1998 trennen 94
Prozent aller Deutschen ihre Abfälle. Das Recycling ist nach ihrer Meinung die mit
Abstand beste Art der Müllbehandlung. In einer GfK-Umfrage vom März 1999 sprachen sich
mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) für das Sammeln und Recyceln von
Abfällen aus. Kaum Akzeptanz besitzen hingegen die Müllverbrennung (17 Prozent) sowie
die Deponierung (4 Prozent).
10. Gibt es den Grünen Punkt auch in anderen Ländern?
Auch in Belgien, Luxemburg, Österreich, Frankreich, Irland, Spanien, Portugal, Norwegen
und Lettland sind Systeme nach dem Vorbild des Dualen Systems eingerichtet worden. In
diesen Ländern sind entsprechende Sammelsysteme aber vielerorts noch im Aufbau.
11. Wer gewährleistet, dass die eingesammelten Wertstoffe auch wirklich recycelt
werden?
Die Garantiegeber des Dualen Systems gewährleisten für einen Materialbereich (z. B.
Aluminium, Papier, etc.), dass die sortierten Wertstoffe einer Verwertung zugeleitet
werden. Sie sorgen dafür, dass die gebrauchten Verpackungen wieder in den Stoffkreislauf
zurückfließen und zu Rohstoffen und Recyclingprodukten verarbeitet werden.
12. Was sind Trittbrettfahrer?
Als Trittbrettfahrer werden Unternehmen bezeichnet, die keinen finanziellen Beitrag zur
Entsorgung ihrer Verpackungen über das Duale System beisteuern und auch selbst keine
Verwertung ihrer Verpackungen durchführen. Da die gebrauchten Verpackungen solcher
Unternehmen häufig in die Container des Dualen Systems geworfen werden, müssen alle
Lizenznehmer des Dualen Systems die Entsorgung hierfür mit bezahlen. Dies führt zu
Wettbewerbsverzerrungen.
13. Warum werden die gesammelten Wertstoffe zum Teil ins Ausland gebracht?
Für das Recycling von gesammelten und sortierten Wertstoffen werden vom TÜV und
Wirtschaftsprüfern geprüfte Kapazitäten im In- und Ausland genutzt. In den ersten
Jahren des Dualen Systems reichten die Recyclingkapazitäten in Deutschland noch nicht
aus. Ziel ist es, die Verwertung auf das Inland und die europäischen Nachbarstaaten zu
beschränken. Die Kapazitäten dafür werden kontinuierlich ausgebaut. 1997 wurden
beispielsweise nur 9 Prozent der Kunststoffe im Ausland verwertet, davon mehr als die
Hälfte in Ländern der Europäischen Union.
14. Was hat die Verpackungsverordnung zur Abfallvermeidung beigetragen?
Seit Inkrafttreten der Verpackungsverordnung im Jahr 1991 ist der Verbrauch von
Verkaufsverpackungen pro Bundesbürger von 94,7 auf 82,3 Kilogramm im Jahr 1998 gesunken.
Ferner zeichnet sich ein Trend zu abfallvermeidenden und recyclingorientierten
Verpackungslösungen ab, wie ein Blick in die Verkaufsregale zeigt:
15. Warum wird das Glas erst vom Verbraucher nach Farben getrennt, wenn es bei der
Containerleerung doch wieder in einem LKW zusammengeworfen wird?
Auf den ersten Blick scheint es so, als würden alle nach Farben getrennten
Glasverpackungen zusammengeschüttet in die Entsorgungsfahrzeuge gelangen. Aber alle LKW,
die farblich sortiertes Glas abholen, haben im Innern des Laderaums getrennte Kammern, die
separat befüllt werden. Die Entsorger würden sich selbst schaden, wenn sie die
Glasfarben wieder vermischten. Während Scherben als Rohstoff für die Wiedergewinnung von
grünem Glas relativ hohe Toleranzen an Fehlfarben zulassen, dürfen sie für braunes Glas
nur wenig Fremdanteile und für weißes Glas gar nur 0,5 Prozent Grün- oder Braunanteile
enthalten. Rund die Hälfte des hergestellten Verpackungsglases wie Flaschen oder
Konservenglas ist farblos. Daher ist eine sorgfältige Vorsortierung besonders wichtig.
© Duales System Deutschland AG,
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